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Zuchtbericht Hippocampus barbouri Drucken

1. Zuchtversuch

Datum der Eiübergabe: unbekannt
Schlupf der Jungtiere: Sonntag, 6.8.; nachmittags
Anzahl: ca 55
Größe der Tiere: ca. 12 mm

Die Tiere wurden mit einem kleinen Plastikbecher abgeschöpft und vorübergehend in einen eingehängten Netz-Ablaichkasten (NBox) gesetzt;
am zweiten Tag Überführung in unten beschriebenes Aufzuchtbecken.

Futter: (Keine Fütterung am ersten Tag)

Artemia Nauplien (Inve 430 und ARGENTEMIA Platinum)
entweder frisch geschlüpft oder angereichert mit einer Mischung aus Lipovit, Nanofood, Selco und MicroFood
in der ersten Woche ausschließlich im Kühlschrank angereichert, nach der ersten Woche auch per Flaschenmethode

Aufzuchtbecken:

Das Becken ist ein Aufzuchtbecken aus der Süsswasseraquaristik und hängt im Elternbecken.
Am Boden sind zwei Siebe eingebracht. Zusätzlich gesichert sind die Plastiksiebe nicht.

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 zuchtbecken_2 Über einen Luftheber wird Beckenwasser in ein Artemiasieb (feinste Maschenweite) gepumpt. In das Artemiasieb habe ich noch zusätzlich ein Stück Filterschwamm gepackt.
So soll verhindert werden, dass feine Fadenalgen und sonstiger Schmutz mit dem Frischwasser ins Aufzuchtbecken gelangen. Durch den erhöhten Wasserdruck von oben wird das Wasser am Boden durch die Beiden Siebe wieder herausgedrückt

 
Beim Füttern wird die Luftheberpumpe auf die Seite gedreht, so dass im Aufzuchtbecken keine Wasserbewegung herrscht. Dadurch, dass das Licht von seitlich oben kommt und sich die Nauplien ja danach richten, ist der Verlust durch die unteren Siebe relativ gering.

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Die kleinen Seepferdchen 3 Stunden nach der Geburt

  Video vom 1. Tag: Video vom 3. Tag
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7. Tag

Innerhalb der ersten Woche konnte man schon deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Pferdchen sehen.

Während die meisten Tiere bereits eine dunkle Färbung angenommen hatten, waren einige Tiere immer noch blaß - fast durchscheinend. Diese Tiere konnte ich auch nicht beim Fressen beobachten, bzw. wenn sie gefressen haben, konnten sie das Futter wohl nicht richtig verwerten, da die Nauplien sofort nach dem Fressen - zum Teil sogar noch lebend (!!) - wieder ausgeschieden wurden.

Insgesamt sind innerhalb der ersten Woche 13 Tiere gestorben.
1 Monat

Die Kleinen sind jetzt genau ein Monat alt und ca. 2,5 cm groß.

21 Tiere sind noch am Leben. In der letzten Woche ist kein Tier mehr gestorben.

Einige Tiere beginnen sich bereits umzufärben und bekommen einen helleren, leicht gelblichen Farbton.

Seit ein paar Tagen versuche ich zusätzlich zu angereicherten Artemia-Nauplien, bereits Frostfutter (Bosmiden und Cyclop Eeze) zu füttern. Einige Tiere fressen dies bereits ganz gezielt.

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3 Monate

Inzwischen wurden die Pferdchen vollständig an Frostfutter gewöhnt. Dazu habe ich zunächst zu den Artemia immer etwas Cyclop Eeze gegeben und die Menge langsam erhöht. Bereits nach kurzer Zeit nahmen die meisten Tiere Cyclop Eeze an.

Tiere, die ich beim Fressen von CE beobachten konnte wurden in ein zweites Einhängebecken umgesiedelt, in dem ich ausschließlich CE und später auch Frostmysis fütterte. Die komplette Umstellung erfolgte innerhalb ca. 2 Wochen.

Im Alter von 2 ½ Monaten fressen alle Tiere Frostmysis.
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Mit knapp 3 Monaten wurden die Tiere aus dem Aufzucht-Einhängebecken in ein separates Becken mit ca. 30 Liter Inhalt gesetzt.

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Ausstattung:
2 Luftheberpumpen (1 davon mit Filterschwamm)
Heizer

Einrichtung:
etwas Chaetomorpha
ein Gorgonienskelett
'Plastik-Kletterbaum' aus dem Aufzuchtbecken.

Pflegemaßnahmen:
tägliches Absaugen des Beckenbodens
täglich Wasserwechsel von 5-10 Litern: davon 2/3 mit Wasser aus dem Elternbecken und 1/3 Frischwasser
alle 2 Tage Reinigung des Filterschwamms und des Plastiks

Futter:
Cyclop Eeze und Frostmysis: die Mysis werden regelmäßif angereichert mit Lipovit und Ultra Food Energizer, zum Teil noch zusätzlich mit Micro-Food (O.S.I.) und Nanofood (aquaconnect).
 

Die Tiere sind jetzt zwischen 3 und 4 cm groß
 

 

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5 Monate

Die Kleinen sind jetzt fast 5 Monate alt und zwischen 4 und 6 cm groß.

Insgesamt haben leider nur 8 Tiere überlebt. Letzte Woche sind aus mir unverständlichen Gründen innerhalb von 2 Tagen noch einmal 4  Tiere verstorben.
 

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  Alle Tiere sind zu 100% frostfutterfest (Mysis) und wurden vor ein paar Tagen ins Elternbecken umgesiedelt, damit sie sich noch ein wenig an eine größere Umgebung in einem komplett eingerichteten Aquarium gewöhnen können, bevor sie nächste Woche auf die Reise zu meinem Händler gehen.

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder der Kleinen. Mit leicht wehmütigen Grüßen,Sabine
 

 
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 Der kleine Galopper entdeckt das große Becken...

...und dann Mama
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Text, Filme und Bilder: Sabine Sax, www.seaspirits.de