LED Beleuchtung für Phytoplankton!

    • LED Beleuchtung für Phytoplankton!

      Hi!
      Da die Sonne wieder weniger wird und mein Phytoplankton nicht mehr sehr viel Sonne abbekommt, grübel ich wieder über die Beleuchtung nach, 18W Leuchtstoffröhre wieder montieren oder wieder mit der LED herum probieren. Als letzte Stand hatte ich vorigen Winter 4 Stück SMD LED Stripes auf meinen Reaktor geklebt und damit beleuchtet, nun sehr vielversprechend war das nicht.
      Hat mit LED Beleuchtung da vielleicht schon wer mehr herum getestet?
      Die großen SMD LED ultraweiß(3W, 10W)dürften nicht die richtige Lichtfarbe haben.

      Gruß Geri
    • Hallo Geri,

      ich habe ja schon vor längerer Zeit mit LED gearbeitet. Das Ergebnis war je Phyto-Art unterschiedlich, meist aber nicht schlecht, aber auch nicht wirklich begeisternd. Derzeit habe ich kein Phyto im Haus, aber wenn ich es probieren würde, würde ich nicht unbedingt auf blaulastige LEDs setzen. Eher würde ich so etwas einsetzen.

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
    • Die SMD Streifen gibt es ja in allen Farben.
      Ich kenne jemanden der beleuchter all seine kulturen mit denen. Er hat 2 Streifen mit den Klebeflächen aneinander geklebt und in ein dünnes Acrylrohr geschoben. Das stellt er einfach in die Planktonsäulen.

      Was ich mich schon länger frage..... Es gibt doch diese "roten" Pflanzen LED lampen.
      Wie sieht es bei denen mit Algen aus?!
      Würd ich gerne mal ausprobiern. hatte nur bisher keinen Platz :D
    • Hi Wolfgang!
      Ja genau wie du schreibst, es wächst zwar aber zu wenig, die LED Streifen waren wahrscheinlich zu wenig für einen Reaktordurchmesser von 15cm, an den 25cm möchte ich gar nicht denken, die sind bei mir momentan out of order. Richtung blau kann man bei Phyto sowieso vergessen. ;)
      Danke für den LED Tip, die sind schon stärker.

      @ Stefan!
      Denke nicht das rot funktionieren würde, aber kannst einmal probieren und dann berichten. ;)

      Gruß Geri
    • :D

      Habs eben in Blaustreifen-Beitrag geschrieben. Ich nutze seit Jahren LED. Hab ein altes Sunaeco 24 watt Modell und das Licht ist dort deutlich gelber als bei den neuen. Leider fehlt mir der Vergleich mit anderen Leuchtmitteln.

      Ich bin aber sehr zufrieden. Vor allem, wenn ich bedenke, dass die Lampe schon einige Jahre auf dem Buckel hat... die Kulturen werden noch immer so dicht wie eh und je (ich klopf grad mal auf Holz!!!). Das ist allerdings auch eine Sache, die mir etwas Sorgen bereitet. Während man bei T5/T8 ja eine genaue Richtlinie hat, wann muß was getauscht werden, ist das bei LED mehr trail and error :/
      Schöne Grüße

      Karin
    • Hallo Geri,

      zur Sunaeco haben ich nur gegriffen, weil ich die hier schon rumfliegen hatte.
      Die gibt es aber auch als Süßwasserausgabe, also nicht so blaulastig.

      Zu der Lichtfarbe an sich... da wäre ich bei marinen Algen etwas vorsichtig. Chlorophyll absorbiert gerne das warme Licht im 600-700 Bereich. Akzessorische Pigmente (Rhodomonas zB de.wikipedia.org/wiki/Phycoerythrin), die den Algen eine andere Farbe als grün verleihen, absobieren aber eher Licht im "kälteren" Bereich. Die Grenze für "warmes" Licht, ist im Meer ja auch schnell erreicht.

      archimer.ifremer.fr/doc/00085/19599/17237.pdf

      academia.edu/3675116/Evaluatio…_ISO_with_two_LED_regimes
      Schöne Grüße

      Karin
    • Hallo Karin,

      ja, das stimmt schon, aber die Massenvermehrung von Phytoplankton findet auch meist in den obersten Wasserschichten statt. Ich denke, dass "Tageslicht" um die 6.500 K für die gängigen Arten günstig sein soll. Bei meinen Versuchen habe ich aber auch festgestellt, dass dort, wo die LED der Reaktorwand am nächsten waren, sich recht schnell festsitzende Algen bildeten, wenn einmal ein Ansatz länger lief. Auch deshalb ist es vielleicht eine pfiffige Idee, die LEDs in einer Acrylglasröhre nach innen in den Reaktor zu verlegen. Ob allerdings High-Power-LEDs darin nicht zu warm werden bzw. ob die Planktonsuppe als Kühlwasser reicht, müsste ich erst ausprobieren. Oder Geri macht das, der hat Zeit, denn er braucht heuer ja keinen Christbaum holen, den hat ihm der Sturm schon in den Garten geworfen ;) .

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
    • Hallo Wolfgang,

      das ist gut möglich. Wobei ich sagen würde, dass 6500K oder 15000K nicht kriegsentscheidend sein werden. Hauptsache Spektrum wird ausgewogen abgedeckt.

      Meinst du die Ablagerungen kommen von der Wärme oder zu hoher Lichtbelastung? Meine Lampe strahlt von oben auf das Plankton und Ablagerungen konnte ich wenn immer nur an strömungsärmeren Stellen beobachten, unabhängig von wo das Licht kommt.

      Also theoretisch könnte ich einen Versuch starten. Aber nur mit ganz kleinen Behältern. LED in rot und weiß habe ich da... aber da hänge ich unkoordinierte Socke mich wieder sehr weit aus dem Fenster :rolleyes: :lol:
      Schöne Grüße

      Karin
    • Hallo Karin,

      die sessilen Algen befanden sich genau dort, wo die LEDs dem Acrylglaszylinder am nächsten waren und zwar ausschließlich. Die Strömung dürfte in dem Behälter durch Belüftung von unten weitgehend gleichmäßig gewesen sein. Aber das Problem stellt sich - wie gesagt - erst, wenn man eine Kultur länger laufen lässt und den Reaktor nicht alle paar Tage reinigt.

      So ein Versuch wäre schon interessant, sooooo unkoordiniert kannst du bei deinen Zuchterfolgen gar nicht sein! ;)

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!