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Tigriopus californicus
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Behälter: Für
den Start einer Kultur haben sich am günstigsten kleine Behälter (ca.
500 - 1000 ml) erwiesen. Werden wenige Tiere in größeren Behältern gehalten,
dauert es nach meiner Erfahrung länger, bis eine dichte Population aufgebaut
ist. Bei steigender Zahl kann/soll natürlich auch die Wassermenge erhöht
oder der Ansatz geteilt werden. Ich selbst bevorzuge mehrere kleinere
Behälter gegenüber einem einzelnen großen. Obwohl die T. californicus
viel im freien Wasser schwimmen und ansonsten an den Behälterwänden
sitzen, ist es gerade bei kleineren Behältern vorteilhaft, die Aufsitzfläche
zu vergrößern, indem man z. B. einen Bio-Filterigel beifügt.Salinität: Ich halte die Tiere bei etwa 35 ppt (35 g Salz pro Liter Wasser). Gegen Unter- oder Überschreitungen sind die T. californicus recht unempfindlich; die Grenzen habe ich nicht ausgetestet, sie sollen aber bei unter 10 bis sogar über 100 ppt liegen (siehe unten stehende Links). Temperatur: Die
TiggerPods leben bei mir bei Zimmertemperatur, die jedoch ganz unterschiedlich
ausfällt (25° C über dem Heizkörper, etwa 15° C am Fensterbrett). Versuche
im Freiland (bzw. im unbeheizten Gewächshaus) haben gezeigt, dass Temperaturen
von unter 5° C bis über 30° C schadlos überstanden werden und ab einer
gewissen Mindesttemperatur die Vermehrung auch bei stark schwankenden
Temperaturen sehr gut funktioniert. Der optimale Bereich dürfte zwischen
20° C und 25 ° C liegen.Belüftung: Ich belüfte die meisten Behälter nicht. Ausnahme: Schlanke hohe Gefäße und Gefäße mit Wassertemperaturen über 25° C belüfte ich mit einzelnen Blasen aus einem Luftschlauch (kein Ausströmer). Auch bei größeren Becken (z. B. 20-L-Becken) empfiehlt sich eine sanfte Belüftung in einer Ecke. Fütterung: Die T. californicus fressen nach Literaturangabe hauptsächlich Phytoplankton wie Diatomeen, aber auch Bakterien (McGroarty 1958). Die besten Erfahrungen habe ich mit einer Mischung aus Phytoplankton und Flockenfutter gemacht. Gleich vorweg: Allein mit grünem Phytoplankton (z. B. Nannochloropsis) geht es, aber mehr schlecht als recht. T. californicus scheint sich hauptsächlich von „braunen Algen“ (Kieselalgen, Flagellaten) zu ernähren. Da diese nicht leicht zu züchten sind, verwende ich Instant-Algen z. B. von Reed-Mariculture/Reefnutrition. Die Algen sind hochkonzentriert, so dass ich jeweils etwas davon in Wasser löse und von der Lösung wiederum nur einige wenige Tropfen täglich pro Behälter verfüttere. Das hat den Vorteil, dass das Stammkonzentrat verschlossen im Kühlschrank stehen bleiben kann und die Lösung aufgrund des hohen Süßwasseranteils lange an der Oberfläche bleibt. Durch die hohe Ergiebigkeit relativiert sich auch der doch recht stolze Preis für die Produkte, die allerdings von begrenzter Haltbarkeit sind. Um ein breites Nahrungsspektrum anzubieten, verwende ich bevorzugt
Algenmischungen wie Phyto Feast, Phyto Feast live oder Shellfish Diet.
Zudem erhalten meine T. californicus täglich wenige einzelne(!)
Flocken eines pflanzlichen Flockenfutters. Dies scheint für eine hohe
Vermehrungsrate sehr wichtig zu sein, wie mir auch andere Züchter bescheinigt
haben. Ich weiß nicht, ob dieses Futter direkt aufgenommen wird oder
ob sich die Copepoden von Zersetzungsprodukten oder (vermutlich) den
daran beteiligten Bakterien ernähren. Jedenfalls wirkt es sich positiv
aus. Zur Fütterungsmenge kann man aber kaum absolute Angaben machen,
weil es natürlich auf die Größe des Behälters und die Zahl der Copepoden
ankommt. Bei den Flocken achte ich aber immer darauf, dass alles weggefressen
ist, bevor eine neue dazu kommt! Ich habe mir angewöhnt, dabei auch einen Teil des Mulms mit abzusaugen.
Nicht wegschütten! Darin sind Copepoden und vor allem eine Menge Nauplien
enthalten. Ich gebe den abgesaugten Teil in ein Gefäß und fülle – wie
auch das bisherige Gefäß - mit frischem Meerwasser auf. In einigen Behältern halte ich die Tiggerpods mit gröberen und recht
langen Fadenalgen. Hier vermehren sie sich ausgezeichnet. Es gibt aber
Hinweise darauf, dass das Einbringen von Algen (etwa Halymenia oder
Cheatomorpha) für die Copepoden ungünstig bis schädlich sein kann. Hier
bedarf es noch weiterer Erfahrungen (für entsprechende Hinweise wäre
ich sehr dankbar!). Fazit: Nachtrag: Der Umstand, dass T. californicus auch in unseren Breiten ganzjährig im Freien gehalten werden kann, macht diese Copepoden noch interessanter, als sie ohnehin schon sind. (c) Text und Bilder Wolfgang S. Links: Tiggerpods (Essay) TiggerPods Reed Mariculture Habitat reefnutrition.de -->>
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