ReefPodsAngelika Wolfrum, besser in den Foren unter Angi bekannt, betreibt unter nanoriffundmeer.de einen Shop, der unter anderem für Züchter lebendes Phyto- und Zooplankton im Angebot hat.

ReefPods™ von AlgaGen ist eine Serie aquaristisch sehr interessantes Zooplankton. Angi war so freundlich, uns eigene Kurzbeschreibungen und ausführliche Angaben des Lieferanten zu den Tieren zukommen zu lassen.

Vielen Dank auch an AlgaGen für die Bereitstellung der Informationen und das Bildmaterial.

Acartia tonsa

Angi: "Der calanoide Copepode Acartia lebt in der freien Wassersäule und frisst suspendierten Detritus und Mikroalgen. Sie produzieren kleine Nauplien, die ein hervorragendes Futter für Filtrierer und Fischlarven darstellen. Die erwachsenen Copepoden eignen sich als Futter für junge Seepferdchen, sowie viele kleine planktonfressende Fische. Wie alle Copepoden aus der ReefPods Serie handelt es sich um einen Warmwasserstrain. Einmal etabliert, vermehren sie sich zügig und wachsen innerhalb von 12 Tagen vom Nauplius zum Adulten. Die Nauplien sind kleiner als 65 my und damit eine gute Wahl für viele Fischlarven."

 

Nach Informationen der Zuchtfarm AlgaGen:

acartia

Acartia tonsa


Biologie

  • Kleiner calanoider Copepode
  • Lebt in der Wassersäule
  • Lebensphasen: Ei(1), Nauplien (6), Copepodide (5), Erwachsene (1)
  • Erwachsene 1.0-1.2 mm Länge
  • Nauplien 65-120 Mikrometer groß
  • Lebensspanne 20-25 Tage
  • Nauplie bis zum fortpflanzungsfähigem Alter 9-12 Tage
  • Nauplien zur Fütterung an kleine bis mittlere Fischlarven
  • Kulturbedingungen
    • Temperatur 24-27C
    • Salinität 20-30 ppt
    • Leichte Belüftung
    • Besatzdichte <1/ml
    • Füttere Phytoplankton wie PhycoPure™ Copepode Blend™

Anwendung im Aquarium

Acartia tonsa ist sehr gut einsetzbar in der Aquaristik für die Fütterung von Fisch- und Crustaceenlarven, Seepferdchen und wirbellosen Tiere wie Korallen. Es wird empfohlen, eine separate Kultur zu pflegen, aus der Nauplien entnommen werden um sie direkt ins Aquarium oder in Behälter mit Fisch- oder Crustaceenlarven zu geben. Durch das Nährwertprofil ist Acartia ideal für die Fütterung sowohl von zooxanthellen als auch azooxanthellen Korallen. Acartia bietet ein großes Potenzial in der Entwicklung von Methoden für die Zucht vieler aquaristischer Tiere, die nicht mit Rädertierchen aufgezogen werden können.

Tipps für die Kultur

Acartia ist ein opportunistischer Planktonfresser. Der Verzehr von kolloidalen Partikeln, Detritus, Mikroalgen und Zooplankton wurde dokumentiert. Acartia ist einer der leichter zu kultivierenden calanoiden Copepoden, aber er sollte bei geringer Individuendichte gehalten werden, um den Kannibalismus der Eltern an den Nauplien zu reduzieren. Die höchste Eiproduktion ist zu erwarten, wenn die Kultur mit nahrhaften Mikroalgen gefüttert wird. Wenn Acartia mit lebenden Mikroalgen wie Phycopure™ Copepode Blend™ ernährt wird, sollten nur jeweils kleine Mengen zugegeben werden, die vor der nächsten Fütterung aufgebraucht sind. Die Zugabe weiterer Futterportionen kann anhand der sichtbare Restmengen in der Kultur eingestellt werden. Die Klarheit des Wassers ist ein nützlicher Hinweis auf die Nahrungsaufnahme. Acartia kann gut in Behältern von etwa 4 Litern (1 Gallone) kultiviert werden und benötigen nur milde Belüftung. Es wird empfohlen, die Kulturbehälter regelmäßig zu reinigen und das Wasser zu erneuern, um ordnungsgemäße Wasserwerte zu erhalten. Acartia können bei einem Salzgehalt von 12 - 45 ppt und Temperaturen von 18° - 30° C kultiviert werden, aber die optimal Vermehrung wird bei 18 - 28 ppt und 23° - 27° C erfolgen.

Anpassung nach Erhalt

Acartia toleriert einen weiten Bereich von Temperaturen und Salzgehalten, aber es ist empfehlenswert, die Anpassung an die Wasserwerte in Schritten von 6 ppt Salzgehalt pro Tag oder 5° C pro Tag durchzuführen, wenn sich im Haltungsbecken der Salzgehalt mehr als 10 ppt und die Temperaturen mehr als 10° C unterscheiden. Es ist wichtig, Acartia während der Anpassungszeit zu füttern. Gesunde Acartia können unmittelbar in das Schauaquarium oder in Aufzuchtbehälter gegeben werden, wenn sie nur verfüttert werden sollen.

Anmerkung von Angi zur Anpassung:
"Die Beschreibung ist etwas mißverständlich. Wie immer gilt es die Anpassung langsam und allmählich und nicht in Sprüngen zu machen. Nicht mehr als angegeben pro Tag und am einfachsten ist noch immer, wenn man die Flaschen nachdem sie Raumtemperatur angenommen haben, langsam in Wasser mit annähernd gleicher Dichte und Raumtemperatur schüttet. So habe ich schon jede Art ohne Ausfälle adaptieren können. Wichtig ist außerdem dass die Cops nach Ankunft gleich gefüttert werden. 2 - 3 ml frische Algen pro Flasche genügen erstmal für einen Tag. Dann haben sie wieder Hunger."

 

Zur Diskussion im Forum über die ReefPods von AlgaGen

   
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