Bauanleitung zum "Lamplmair`schen Planktonreaktors"

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    • Bauanleitung zum "Lamplmair`schen Planktonreaktors"

      Der Bau eines Planktonreaktors

      Ich wollte mir seit einiger zeit einen Pythoplanktonreaktor bauen, da die
      Kultivierung im Becken mit der von mir gezüchteten Alge nicht so richtig
      funktionierte.

      Meine Überlegung war das Licht so gut als möglich auszunutzen und so
      entstand die Idee den Reaktor von innen zu beleuchten. Also eine Röhre in
      der Röhre.

      Ich bestellte mir die nötigen teile und los ging es:

      1. zuerst zeichnete ich mir die Mitte in der bodenplatte ein,
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/1.jpg[/IMG]
      bohrte ein kleines loch hinein und steckte einen Nagel durch.
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/2.jpg[/IMG]
      2. nun zeichnete ich mir den Außen- und Innendurchmesser des Reaktors ein.
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/3.jpg[/IMG]
      Als nächsten schritt band ich meinen Dremel, der mit einem Fräskopf
      bespannt war, an dem Nagel fest, sodass er genau an der zuvor angezeichneten
      Außenkante, fräste
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/4.jpg[/IMG]
      So sieht dann die fertige Fräsung aus
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/5.jpg[/IMG]
      Naja, nicht perfekt aber für meine zwecke Ok.
      3. mit einer Lochsäge bohrte ich das loch für die innere röhre aus. Da der
      Durchmesser meines Lochbohrers nicht ganz mit dem der röhre übereinstimmte,
      half ich noch ein bisschen mit dem Dremel nach bis es passte.
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/6.jpg[/IMG]
      4. da ich im Reaktor genug Durchlüftung haben will, bohrte ich 8 kleine
      Löcher für die Luftdüsen in den Boden und 1es für den Ablas.
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/7.jpg[/IMG]
      5. ich klebte normale T-Luftschlauchverbindungen ein und eine Verschraubung
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/8.jpg[/IMG]
      6. jetzt klebte ich die innere röhre (schaut unten 10cm raus, um die Fassung
      zu schützen wenn sie undicht werden sollte)und das Reaktorrohr an.
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/9.jpg[/IMG]
      lies alles trocknen und machte eine Dichtheit- und Funktionsprüfung
      [IMG]http://www.ifmn.net/test/thomas/10.jpg[/IMG]
      hier noch eine Liste der benötigten Teile:
      1. Reaktorrohr D=25/24,4cm L=50cm
      2. Innere Röhre: D=5/4cm L=65cm
      3. Boden 28x28x1cm (ev. Auch einen Deckel 28x28x0,5)
      4. 8 T-Verbindungen
      5. 1. kleine Verschraubung
      6. 18W T8 Röhre mit Vorschaltgerät
      7. Luftschläuche und Pumpe

      Ich Habe noch einen aufklebbaren Thermometer drangemacht, damit ich einen
      groben überblick über die Temperatur habe. Sollte die Röhre zu sehr heizen
      bau ich noch einen kleinen PC-Lüfter in die kleine Röhre ein. Beleuchten
      werde ich im 2h Takt. Mal schaun wie er funktioniert.
      Viel Spaß beim Basteln
      Thomas Lamplmair
    • Hallo,

      die Praxis hat gezeigt das viele kleine Luftblasen einen "Abschäumer"effekt haben ob das bei dem Reaktor auch so sein wird wird sich ja bald zeigen.
      Zwar weiss ich nicht welche Alge Du kultivieren möchtest aber Kieselalgen z.B. mögen keine Temperaturen über 20 °C. Aus dieser Sicht hätte ich ich die Röhre nicht in der Reaktormitte angebracht.

      Gruss
      Siegfried
    • hi, ich kultiviere Isochrysis, habe bis jetzt max. 20 C° im reaktor gehabt. die luftblasen sind eher groß und ich konnte bis jetzt nicht beobachten das ein abschäumefekt stattgefunden hat.
      lg
      thomas
    • Hallo Thomas,
      schaut gut aus was Du gebaut hast. Aber warum willst Du unbedingt Luft da rein blasen? Ich würde die Lufteinlassdüsen miteinander verbinden (als Ring) und dann mit einer Wasserpumpe (aus dem Nanobereich) mit dem Reaktorwasser beaufschlagen. Da gibts keine Abschäumprobleme und die Scherkräfte sind so gering, dass es das Plankton nicht schreddert.
      Gruß Dietmar
    • hab mich nicht getraut, eine kleine pumpe reinzuhängen, eben wegen der scherkräfte. ich hab noch nicht wirklich viel erfahrung in der zucht von plankton und so dachte ich bin ich auf der sicheren seite. bezüglich des abschäumeffektes gibt es keinerlei probleme.
      lg
      thomas
    • Hi Geri,
      das sind sicher die Ausnahmen, bei mir habe ich da noch nix platt gemacht. Auch bei Zooplankton gibt es wider Erwarten erstaunlicherweise nur wenige Verluste, meistens sind die größeren Sachen betroffen, z.B. 14 Tage alten Artemia..., die Nauplien sind bis jetzt unbeschädigt.
      Gruß Dietmar
    • Hi Dietmar!

      Das glaube ich dir schon, bei mir sind Nachzuchten (L. Wurdemani) durch die Pumpe hindurch und waren unverletzt im anderen Becken. ?(
      Ich habe nur bemerkt das mein Phytoplankton (Isochrisis) es nicht verträgt, Nanochloropsis habe ich auch mit einer Pumpe betrieben, da gab es keine Probleme.

      Gruß Geri
    • Hallo,

      wenn es sich tatsächlich um Isochrysis handeln sollte dann würde ich auf keinen Fall eine Pumpe in den Reaktor geben weil diese niemals zu steilisieren ist.
      Wie Geri schon richtig bemerkt hat könnte es bei Nannochloropsis funktionieren aber auch da sollte die Pumpe gründlichst gereinigt werden.
      Die "Luft-Methode" ist wesentlich einfacher zu kontrollieren und hat auch noch einen geringen Nebeneffekt denn es wird noch etwas CO2 der Nährlösung zugefügt was nicht zu unterschätzen ist.

      Gruss
      Siegfried
    • Hallo Zusammen,

      neben der Luft - die man mit div. Gerätschaften schon steril bekommt - wäre die Wärmeetnwicklung ein nicht opt. Punkt, der noch verbessert werden müsste. Wir betreiben teils Prototypen mit sog. Peltierelemnten was sehr gut zu funktionieren scheint.


      Gruß Thilo
    • hi, was sind peltierelemente. verwendet ihr wirklich sterile luft?
      die algen (isochrysisi) wachsen bei mir wie wild. bei einer temp von ca. 20° bei welcher temp züchtet ihr eure algen.
    • Hallo Lampmair,

      Peltierelemnte sind vereinfacht ausgedrückt Kühlelemente. Wir Züchten bei 18 Grad. Klar geht es auch bei 20. Ebenso ohne sterile Luft.

      Dafür ist dann halt meist entweder die Reaktorenstandzeit entspr. geringer, oder aber der Wartungsaufwand sehr hoch, und man hat nicht wirklich reine Stämme, was ohnehin schwer ist zu halten.

      Ja wir verwenden sterile Luft. Der Aufwand der Filtertechnologie dazu ist nicht ganz unerheblich - vor allem Finanziell - wenn man aber recht wenig Zeit hat und versucht die Wartung entspr. zu Optimieren lohnt es sich aus unserer sicht schon. Zu 100% Steril ist das eh nicht, dazu bräuchte es ein Labor entspr. Kleidung, Absauganlagen usw. aber für private verhältnisse sicherlich top, und wenn man Reinkulturen braucht und keine gemischten eine mögliche Lösung.


      Grüße Thilo
    • hi,
      hier ein laufender bericht des reaktors.
      in den luftschläuchen der ringleitung hat sich mit der zeit ein algenpfropfen festgesetzt. ich habe den reaktor gereinigt und habe die ringleitung gegen 6 einzelne lufteinlässe ausgetauscht.
      ich habe 1-2l/t entnommen ( von insgesammt 17l reaktorinhalt) und das phyto hatte immer eine satt grüne farbe. ich habe mit normalen blumendünger gedüngt, der hat 0,03% ku. habe aber jetzt einen gefunden der nur 0,002% ku hat und werde den verwenden.
      bin gerade dabei, das ich den reaktor ( nach dem umbau) wieder hochfahre, aber er wird vermutlich genauso gut funzen wie vorher, nur das sich die ringleitung (fehlt jetzt ja) nicht mehr zusetzen kann.
      lg
      thomas

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