Rhodomonas

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    • Rhodomonas

      Hallo allerseits,

      nachdem ich seit einiger Zeit recht erfolgreich Nannochloropsis s. züchte (was ja nicht sonderlich schwer ist), habe ich mir nun einen Zuchtansatz Rhodomonas baltica besorgt. Ich habe diese 0,5 l auf ca. 0,7 l verdünnt und mit 0,4 ml Walne's Dünger gedüngt. Nun läuft dieser Ansatz ca. 10 Tage und die Färbung ist eher bräunlich und nicht wirklich rötlich. (Siehe Foto)
      Nachdem hier ja die Profizüchter sind, hätte ich da einige Fragen:
      Wie lange dauert die Vermehrung dieser Alge? (bei den Nannos kann ich jede Woche ernten)
      Sollte die Farbe wirkliich gegen "Himbeersaftrot" gehen?
      Wann ist der richtige Zeitpunkt um zu teilen?
      Ist der Walne's Dünger wirklich der Richtige?

      Vielen Dank schon im Voraus und dafür, dass hier soviele hilfreiche Informationen zu finden sind.

      Schöne Grüße

      Bernhard
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    • Hallo bernhard!
      Ja, der Walness dünger ist der richtige.

      Meistens ist der Dünger nach 4-5 Tagen verbraucht, wenn die Kultur richtig wächst.
      Würde mir aber an deiner Stelle Nitratteststreifen besorgen, dann siehst das genau und kannst nachdüngen.
      Nachdem deine Kultur bräunlich aussieht braucht sie Dünger, dann wird sie wieder Himbeersaftrot. ;)

      Gruß Geri
    • Hallo Geri,

      danke für die Info. Ich habe gestern Nitrat gemessen und der Wert lag deutlich unter 10 mg/l. Danach habe ich 0,5 ml Walne's Dünger zugegeben. Heute liegt der Nitratwert bei ca. 25 mg/l.
      Ich hoffe, dass die Rhodos nun rot werden.

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo Geri,

      danke, hab ich auch schon gelesen, dass die Rhodos empfindlich auf Überdüngung reagieren.
      Das Licht ist auch noch nicht optimal. Da bin ich noch am experimentieren.
      Die Rhodomonas brauche ich, abgesehen vom Aquarium, für meine Tiggerpods. Mit Nanno s. sind die nicht wirklich gegangen. Ich hab jetzt einen neuen Zuchtansatz gestartet und verwende zur Zeit Phycopure als Nahrung für die Pods, bis die Rhodos laufen.

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo Bernhard!

      Für Tiggerpods (Tigriopus californicus) brauchst du wirklich keine Phytozucht! Das geht ganz oder zumindest fast von alleine. Die Viecher sind eine Plage und (leider) an der Massenvermehrung gar nicht zu hindern (außer mit Phytoplankton :D).

      Gruß

      Wolfgang

      [IMG]http://www.ifmn.net/forum/attachment.php?attachmentid=750[/IMG]
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
    • Hallo Wolfgang,

      ich hab leider erst zu spät gelesen, dass die Nannos nicht wirklich geeignet sind. aber wie bekommst Du diese Dichte hin? - Irgend eine Nahrung werden die ja doch brauchen! Luft und Liebe ist ja eher auszuschließen.
      Ich muss dazu sagen, dass ich sehr spartanisch, soll heissen nur mit einem großen Gurkenglas begonnen hab. Als ich dann aber die Nannos dazu gab, wurde das Wasser immer grüner. Es schien fast so, als wären die Tiggerpods die Nahrung für die Nannos und nicht umgekehrt. Ich hatte auch keine extra Beleuchtung und auch keine Belüftung.
      Also was futtern die jetzt?

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo Bernhard!

      Die in dem Netz sind natürlich abgefischt, aber ich hole jeden Tag so eine Portion aus 150 l Wasser und sie werden nicht weniger. Daneben habe ich noch eine Badewanne voll. Das Wasser ist alt (z.T. Jahre) und es wachsen diverse Tange und höhere Algen darin. Am Boden liegt eine dicke Schicht schmieriger Mulm und das Ganze steht im Freien. Das war es eigentlich auch schon. Wenn ich etwas füttere, dann Pellets, Spirulina, Muschelpulver und auch sonst alles Mögliche. Ich dachte anfangs auch immer, Tigriopus californicus steht auf Phytoplankton. Es mag sein, dass sie in der Natur auch z.B. Kieselalgen fressen, aber ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass sie fleischliche Kost einschließlich Bakterien bevorzugen. So kann ich täglich Unmengen geschlüpfter Artemianauplien in die Behälter kippen, es überlebt keine einzige! Spinnen und Fliegen, die in die Becken fallen, verschwinden recht schnell, sogar Nacktschnecken. Übrigens: Meine Tigriopus californicus sind leuchtend rot (gell Rainer :D). Kürzlich habe ich große graue Copepoden bekommen, sie sind mittlerweile auch rot und haben sich als astreine Tigriopus californicus herausgestellt.
      Ich habe aber noch eine graue Art, die in etwa 300 l lebt. Die bekommen gar kein Futter. Allerdings produziert dort seit kurzem ein Kreisel mit NP-Pellets Bakterien in großer Menge (sichtbar). Und auch diese Copepoden haben sich mittlerweile massig vermehrt. Aber das ist hier ja eigentlich alles schon irgendwo nachlesbar.

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
    • Hallo Bernhard,

      meine T. californicus bekommen einfach alle 3- 4 Tage etwas Flockenfutter. Ich denke auch, dass sie dass Futter direkt zu sich nehmen, da sich um die Flocken immer sehr viele Copepoden ansammeln. Jedenfalls vermehren sie sich so recht schnell. Das Becken (12l) ist unbelüftet und steht auf meinem Fensterbrett, wo es genug Licht bekommt.

      Viele Grüße
      Lisa
    • Hallo Lisa,

      danke für den Tip. Ich werde das auch mal versuchen. Ohne zufüttern wird es am Beginn ja nicht gehen, da ja das Becken noch ziemlich steril ist. Wenn sich erstmal etwas Mulm angesammelt hat und Algen wachsen geht es offensichtlich auch ohne viel Zufütterung. Erst recht wenn das ganze outdoor steht.

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo,

      also irgendwie wollen meine Rhodos nicht richtig werden. Sie sind nach wie vor braun und durch das einblasen der Luft, bildet sich oben ein leichter Schaum, der leicht grünlich wird. Das bedeutet ja wohl, dass sich bereits andere Algen breit machen. Vielleicht habe ich ja nicht steril genug gearbeitet.
      Ich habe nun vor eine neue Kultur in einem Aqua Medic Planktonreaktor zu starten.
      Könnt Ihr mir einen Tipp geben, wo ich einen guten Ansatz bekomme?

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo Martin,

      danke für die Info. Da hab ich meinen Letzten auch her. Der war aber nicht rot sondern braun, wie ich ihn bekommen habe. Ich dachte, es gibt vielleicht eine Alternative. Wie ich den Ansatz ins Büro geschickt bekommen habe, habe ich ihn bis zum Abend im Kühlschrank zwischengelagert, vielleicht war das ja ein Fehler. Oder ich hätte die 0,5 Liter zunächst etwas gedüngt laufen lassen sollen, bis die Rhodos rot werden und erst dann aufgießen.
      Woran erkennt man, dass die Rhodos entgültig verendet sind ? - Werden die dann gelb oder grün ?
      Verzeiht mir bitte die vielen blöden Fragen!

      Schöne Grüße

      Bernhard
    • Hallo Bernhard!
      Kühlschrank ist gerade das schlechteste, finde die Rhodomonas als sehr Temperatur empfindlich, nach oben wie nach unten.

      Wenn du einen ansatz bekommst, dann einfach bis zum ansetzen in diesem behälter weder Kühl noch warm stellen. solltest aber dann bald ansetzen.

      Gruß Geri
    • Hallo an alle,

      meine Rhodos dürften jetzt doch noch durchgestartet sein.
      Ich hoffe es sind wirklich noch welche. Interessanterweise bewegen sich nicht alle unter dem Mikroskop. Heisst das, dass die, die sich nicht bewegen tot sind ?

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      [IMG]http://dl.dropbox.com/u/81068637/Fotos/Rhodomonas%205.8.2012/Img00025K.jpg[/IMG]

      Schöne Grüße

      Bernhard