Beiträge von Stef

    Ich züchte ja nur krabbeliges, aber wenn die sich länger ablegen, ist die Gefahr groß, dass sich Bakterien und Co. die sich auf Futterresten am Boden bilden und vermehren, auf die Larven gehen.

    Meine Thorlarven waren solche Spezis, die sind von daher gekreiselt.

    Seit gestern abend habe ich Borstenkrabben-Larven, die lagen mir auch zu viel auf dem Boden, die habe ich jetzt auch in den Kreisel gepackt. Sicher ist sicher!

    Meine bisherigen Krabbenlarven waren immer sehr mobil...


    Ich verwende günstige Haribo-Kreisel, wär' vielleicht auch was zum Ausprobieren ob das besser klappt.

    Der erste Ansatz wurde nix, den hat die junge Mama (wäre 'ne gute Mama für eine Sendung à la Teenies werden Mama) aussortiert. Sie hatte 1-2 Tage darauf neue Eier in der Klappe, die hat sie nach knapp 3 Wochen Tragzeit gestern abend entlassen.

    Ca. 100 Larven habe ich abgesaugt, den größeren Teil verfüttert.

    Da die Larven nicht so gut in der Wassersäule blieben und sich oft am Boden niedergelassen haben, habe ich sie in einen ungeheizten Kreisel (~17-18°) gesetzt. Zu Fressen gibt's erst mal Brachionus und ab heute abend auch ein paar frisch geschlüpfte AF430. In einem Bericht stand drin nur Nauplien, in einem anderen anfangs Brachionus und dann Nauplien. Die Larven sind recht winzig, immerhin passten ca. 400-500 davon unter die Bauchklappe einer Krabbe mit 12mm Carapaxbreite!

    Der Mix aus Brachionus und Nauplien war bisher meist von Vorteil (auch bei anderen Dekapodenlarven).


    Die junge Krabbenmutti.


    Larven unter dem Mikroskop:

    Moin zusammen ^^

    In den nächsten Tagen erwarte ich Larven meiner Europäischen Borstenkrabbe :freude

    Das hat mich viel Geduld gekostet, denn vor gut 1 1/2 Jahren ist mein Borstenkrabbenweibchen gestorben. Es hatte einmal Eier, die aber nicht befruchtet waren.

    Seit dieser Zeit war das Männchen Single und eine Borstenkrabbe aufzutreiben ist nicht einfach fie Im Juli hat es endlich geklappt und es zog ein winziges Krabbenmädel hier ein. Die Borstenkrabben sind sowieso kleine Krabben, die Panzerbreite beträgt max. nur 2cm.


    Die große Krabbe ist das Männchen, die kleine das Weibchen.


    Die beiden Krabben bewohnen einen Stein mit sehr vielen Höhlen (den habe ich schon ewig, da wohnte mal ein Fangi drin).

    Hier das Weibchen.


    Mit den frisch befruchteten Eiern.


    Heute konnten die Eier schon gucken search

    Ausschnittvergrößerung:


    Wie lange Madame trägt, keine Ahnung.

    Bisschen was habe ich gefunden: Futter sollen anfangs Brachionus und Nauplien sein.

    Heute nacht gab's Ausfälle, die habe ich gerade vom Boden abgesaugt.

    Aber es leben noch welche!

    Gestern abend hatte ich mal eine Larve rausgefangen, bei den oben in der Wassersäule schwimmenden hatte ich null Chance, eine kurz über dem Boden habe ich erwischt (ich denke, das waren die, die heute früh tot waren).

    Von oben...


    Auf der Seite liegend:

    Ist aus mehreren Aufnahmen meines Mikroskops zusammengesetzt.


    Eineinhalb Tage haben sie jetzt, das letzte mal war nach einem halben Tag schon zopp.

    Moin...
    Gestern Abend gab's Larven.
    Das schöne ist, wenn das Licht im Aquarium ausgeht, sind sie 15min später da. Auch wenn es draußen noch hell ist.
    Ich habe meine nicht sichtbaren Acartia aus dem Gurkenglas abgesiebt und in den zur Hälfte befüllten Kreisel gegeben.
    Dort hatte ich schon die mit der Larvenfalle abgefischten Larven drin.
    Ich habe ca. nur 10% der Larven abgefischt. Ich brauche ja auch ausreichend Futter.

    Die Nachtbeleuchtung habe ich mit meiner Garten-LED realisiert.
    Heute morgen sind die Larven noch lebendig, schon mal ein Fortschritt gegenüber dem letzten Versuch.

    Die nächste Meldung gibt's heute Abend, ich sitze gerade auf der Borkumfähre.

    Moin Wolfgang,

    das wäre super!! :hug:

    Das Männchen sitzt schon wieder erwartungsvoll in der Tonröhre und wartet. Sie schwimmt noch draußen herum, ich meine, ihr Bauchumfang wird schon wieder größer.

    Ich gebe jetzt noch Lobstereier ins FroFu, vielleicht nutzt das was :larve:


    Ich hatte diesmal etwas mit Tetraselmis eingegrünt, bringt das was? Am nächsten Mittag waren sie im Fischhimmel, weil verhungert. Meine dicken Brachionus waren einfach zu groß. Ich hatte aber ausgesiebt, mit einem 120er Sieb.


    Und, welche Gefäße nutzt ihr? Und wie stark belüften? Ich hatte jetzt erst mal eine große hohe Glasvase genommen und die von außen beheizt (25-26°) und da hinein ein Luftröhrchen, es waren ca. 2 Blasen/s.

    Alternativ habe ich noch einen Kreisel (Haribo, doppelt hoch).

    Moin zusammen...

    Ich habe seit einigen Wochen ein "gebrauchtes" Pärchen E. atriventris und es hatte jetzt das erste mal abgelaicht.


    Hatte schon mal jemand die Acartia tonsa als Erstfutter ausprobiert? 20 Tacken für ein kleines 10ml-Fläschchen ist für mich viel Geld, deswegen erst mal die Frage, ob Erfahrungen vorliegen.

    Das ist meine 5,5-Liter-Glasvase, mit einem Deckel aus Bastlerglas und einem Luftröhrchen würde ich das betreiben wollen.
    P1570285.jpg


    Die Vase kommt dann in eine Kunststoffbox und wird von außen auf zunächst 25° geheizt, wenn die Larven drin sind, dann langsam auf 28-29°C. So mein Plan...


    Edit: Die Larven schwimmen selbsttätig wunderbar! Ich würde das eh nur dafür nutzen, daß sich das Futter nicht komplett unten absetzt.

    Die Fütterung hatte ich so auch gefunden, das steht ja bei Google-Books drin.


    Dieses Gefäß deckt sich dann ja mit der Kugelvase halbwegs. Wobei dann noch nicht geklärt ist, wie man sie in die Megalopa bringt. Aber da kann man ja noch bißchen herumprobieren ^^


    Ich hatte mir das so gedacht, daß ich in der Kugelvase mittig am Boden das Luftrohr anbringe (senkrecht). Es darf nur echt nichts da sein, was eckig ist, woran das Rostrum kaputt gehen kann.

    Moin Rainer,
    kannst du mal in der Zuchtbibel nachgucken, ob da irgendwo noch was zu den Zuchtgefäßen steht?
    Der Text auf den Seiten 497-498 über N. maculatus/oshimai steht mir bei Google-Books zur Verfügung.

    Bei mir sind die Bilder da. Ich habe sie auch im Forum hochgeladen ?(
    Habe jetzt am Laptop, Tablet und Handy geguckt, überall da.


    Edit: Ich habe die Fotos alle gelöscht und noch mal hochgeladen. Jetzt zu sehen? Ansonsten habe ich keine Lösung, kenne mich mit Forenstrukturen auch nicht wirklich aus.

    Moin...
    Ich hatte mir im März ein Neopetrolisthes-Weibchen für mein vorhandenes Männchen gekauft.
    Wie ich feststellen konnte, war das Weibchen tragend und ich 4 Tage nach dem Erwerb des Krebses "Larvenmama".
    P3126370.jpg


    Neopethrolistes haben eine verkürzte Larvalentwicklung mit 2 Zoëa-Stadien und der Megalopa. Die Umwandlung zur Megalopa ist bisher im Labor noch nicht geglückt.
    Was ich herausgefunden habe, ist, daß die Temperatur recht hoch sein soll, 28-29° werden empfohlen.
    Das größte Problem sind die irrsinnig langen Rostren, die schnell zu Bruch gehen.
    Ricardo Calado muß wohl einiges an Aufzuchtgefäßen ausprobiert haben, aber der Artikel ist mir viel zu teuer, zumal ich nicht weiß, was da genau drinsteht.


    Ich hatte die Larven zunächst in einem kleinen Kreisel, in dem ziemlich viele Rostren zu Bruch gingen. In dem frisch gebauten größeren Kreisel ging es dann halbwegs. Als nächstes werde ich mir eine große Kugelvase besorgen, da ist die Chance, sich das Rostrum kaputtzumachen eventuell noch geringer.
    P3156517_kl.jpg


    Die Larven waren die größten, die ich jemals hatte, auch ohne Rostrum waren sie sehr groß. An Futter fraßen sie alles. Erste Nahrung waren ausgesiebte Tiggerpods, Nauplien waren auch überhaupt kein Problem.
    Die Larven manövrierten total geschickt vorwärts und rückwärts. Das konnte ich auch schon nach dem Entlassen beobachten, wie sie zwischen den Korallen durchgeschwommen sind.


    Bis in Zoëa II habe ich sie gebracht, dann ging's mit ihnen zu Ende. 11 Tage habe ich geschafft.
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    P3246973_crop.jpg
    Hier sieht man die Pleopoden, die in Zoea II gebildet werden.


    Jetzt muß ich erst wieder ein Männchen besorgen, da das vorhandene spurlos verschwunden ist.


    Ich werde es auf jeden Fall wieder versuchen, sollte das Weibchen wieder tragen.

    Moin Rainer,
    ich bin auch immer noch am lesen über die kleinen Caprella, ich habe auch noch viele Artikel auf Halde, durch die ich mich noch durchlesen werde. Teilweise sind diese aber sehr widersprüchlich ?(
    Da das meiste auf englisch ist und mir da leider noch Fachvokabular fehlt, dauert das noch eine Weile ^^
    Im Moment beobachte ich noch sehr viel und mache viele Fotos und Videos.


    Auf jeden Fall sind sie was ihren Lebensraum angeht, nicht so wählerisch wie die Caprella von D. Knop auf den Gorgonien.
    Außerdem fressen die C. mutica einfach alles, was sie erwischen können. Sie fressen auch Detritus, suchen sogar den Bodengrund nach fressbarem ab und sollen auch Algen fressen.


    Ich werde hier dann immer wieder was ergänzen, wenn ich was neues gelesen oder beobachtet habe.


    Der Nachwuchs bringt sich einfach selbst groß. Nach ein paar Tagen gehen die dann ihrer Wege (das dürfte nach der ersten Häutung sein) und wachsen in einem irren Tempo!


    Wie eine Paarung verläuft, konnte ich noch nicht beobachten. Die Häutungen finden wohl fast nur nachts statt und nur danach können die Weibchen befruchtet werden, wie bei allen Krebstieren. Ob die Weibchen auch Sperma einlagern können, weiß ich noch nicht. Anders als bei Flohkrebsen tragen die Männchen die paarungsbereiten Weibchen nicht mit sich herum, sie belagern sie nur.

    Ich hatte vom Borkumer Aquarium Ende Februar ein paar Caprella mutica bekommen. Das sind kleine Krebstiere, die eng mit den Mysis und Flohkrebsen verwandt sind.
    Zu züchten -im engeren Sinn- gibt's da nicht viel, da die Caprella lebenden Nachwuchs zur Welt bringen.
    Erkennbar waren 4 Weibchen und 2 Männchen, wobei auch noch ein paar Nachwuchstierchen in dem Algenbüschel dabeigewesen sein können.


    Caprella mutica stammen ursprünglich aus Japan, breiten sich aber rund um die Welt aus, in den etwas kälteren Gebieten. Sie können zwar bis 28° aushalten, bevorzugen aber kühleres Wasser.
    Bei mir leben sie deshalb in einem ungeheizten Aquarium in einem ungeheizten Raum. Im Winter haben sie ca. 14-15°, im Sommer bis 23°.
    In Deutschland wurde C. mutica das erste mal im Jahr 2000 nachgewiesen, in Holland schon 1995.


    Die Weibchen werden bis 20mm groß, die Männchen bis 30mm, manchmal auch bis 50mm.
    Die Weibchen haben an der Vorderseite eine zweigeteilte Bruttasche. Dort drin wachsen die kleinen heran. Die Eier werden am Rücken gebildet.
    P3267350.jpg
    Das hier ist ein Weibchen, das das erste mal Eier austragen wird, bei ihm sieht man noch die beiden getrennten Taschen, bei denen, die schon mal getragen haben, sind die dann etwas "ausgeleiert".


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    Gut gefüllte Bruttaschen.


    Über die Tragzeit gibt es unterschiedliche Angaben, von 5 Tage bei 22° bis hin zu 20-30 Tagen (mit keiner Temperaturangabe). Jedenfalls sind meine im Moment sehr fleißig am Nachwuchs basteln.


    Tragende Weibchen reagieren auf Männchen recht aggressiv und wehren sie ab, das sieht dann aus wie kleine Boxkämpfe. Caprella mutica können sich mit den Gnathopoden gegenseitig schwer verletzen. Die Männchen haben Giftdrüsen an den Gnathopoden, das kann bei Rivalenkämpfen tödlich enden.
    Aber dennoch kommen sie mit irrsinnig hohen Zahlen pro Quadratmeter vor, der Hang sich gegenseitig zu killen ist dann doch nicht soo groß.


    Wenn die Jungtiere entlassen wurden, paßt das Weibchen noch einige Tage auf die kleinen auf, die sich in der Zeit auch nicht allzu weit wegbewegen. Dichte Fadenalgenbüschel und Hydrozoen werden für die Abgabe der Jungtiere bevorzugt (zumindest bei mir im Aquarium).
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    Hier sitzen die Jungtiere in einem Hydrozoon, vermutlich Zypressenmoos.


    Nach der Abgabe der Jungtiere lassen die Weibchen dann auch wieder "Männerbesuch" zu:
    P3166625_kl.jpg
    Hier sieht man schön den Größenunterschied von Männchen und Weibchen.


    Wenn hier die unterschiedlichen Farben der Tiere verwundern, sie passen sich an den Untergrund an, sie sind ausgesprochen standorttreu. Schwimmen ist eh nicht ihre Sache, sie zucken dann eher durchs Wasser, das sieht man am ehesten bei den ganz kleinen Krebsen. Die alten bleiben dann doch auf der Struktur, die sie sich ausgeguckt haben und passen sich farblich an.
    Im Video sieht man einige rote Tiere im Darmtang sitzen, diese habe ich zuvor aus dem aufzulösenden Aquarium umgesiedelt (sie haben einen 20-Liter-Cube spendiert bekommen).


    Die Tiere im Video sind noch nicht ausgewachsen, sie sind die Nachkommen der Krebschen, die ich von Borkum hatte. Leider haben sie nur eine Lebenserwartung von max. 3 Monaten. Dafür können die Weibchen ab einer Größe von ca. 8mm und einem Alter von 21 Tagen tragen.
    Das Muschelfleisch an dem sich das eine Männchen versucht, ist eigentlich Futter für die Nordsee-Copepoden, die mögen sehr gerne Muschelfleisch und explodieren dann förmlich.


    Noch ein paar Eckdaten zum Zuhause der kleinen Caprella:
    P4097899.jpg


    20-Liter-Cube
    Beleuchtung: Eheim Power-LED (Süßwasser)
    In der Ecke wurde ein HMF eingebaut, aber mit einer Filtermatte von nur ca. 1cm Dicke, sie soll nur die Krebschen vom Luftheber fernhalten und außerdem als Sitzmöglichkeit dienen. Die Filtermatte wurde außerdem mit Rotalgen "bepflanzt".
    Die Rotalge konnte ich noch nicht bestimmen, ist bei Rotalgen dieses Typus eh sehr schwer.
    Ansonsten habe ich noch am Watt gesammelt:
    vorne links das grüne ist Darmtang (Ulva intestinalis)
    die Braunalge ist Zuckertang (Saccharina latissima), die wird mal riesig (wenn ich sie halten kann)
    die lila Alge hinten rechts ist Gracilaria vermiculophylla und wurde ebenfalls aus Japan eingeschleppt
    das "cabombaähnliche" Gewächs ist vermutlich Zypressenmoos, ein Hydrozoon.
    und unzählige "Puschelalgen" in rot, grün und braun, ich mag die nicht so gerne, aber die wachsen einfach überall.
    Zum Einsatz kommt nur Nordseewasser, da die Krebschen einen Hang zu Häfen haben, bekommen sie Hafenwasser aus dem Yachthafen in Norddeich, das kann ich dort in größeren Mengen unkompliziert beschaffen.
    Wöchentlich mache ich einen Wasserwechsel von 70%.


    Gefüttert wird mit einem Mix aus Frostfutter (Bosmiden, Cyclops, Lobstereier) und Lebendfutter (verschiedene Copepodenarten, angereicherte Brachionus und Nauplien).
    Für die Copepoden gibt es zusätzlich frisches Muschelfleisch.


    Da ich die Krebschen erst seit 6 Wochen habe, werde ich das hier ergänzen, wenn ich neue Beobachtungen gemacht habe ^^

    Den derzeit 3 laufenden Behältern geht's immer noch gut.


    Im älteren Behälter sind jetzt noch 15 große Zoëa-Larven übrig, hier verwende ich weiterhin das nat. Meerwasser ohne UV-C Behandlung. Der Großteil der Larven hat zwar nicht überlebt, aber es scheint so zu sein, wenn sie über einen gewissen Punkt rüber sind, sterben sie nicht mehr so leicht.
    Die Larven haben jetzt schon eine ordentliche Größe, schaut so aus, als würde sie sich in den nächsten Tagen für die Megalopa fertig machen.


    In den beiden Behältern mit dem UV-C-behandelten Wasser lebt noch sehr viel, in dem mit dem Erlenzapfensud habe ich heute die ersten 3 kleinen Leichen gefunden, ich konnte überhaupt keine Anzeichen irgendeines Pilzbewuchses sehen! Kein Fädchen, nix! :thumbsup:
    Der Zusatz des Erlenzapfensuds scheint noch mal eine zusätzliche positive Wirkung zu haben (wie im Süßwasser auch!).


    Nur das bernsteinfarbene Wasser sieht gewöhnungsbedürftig aus :whistling:

    Moin Wolfgang,
    die Palaemon-Larven haben das Vitellus gut vertragen. Ich dachte, ich tue den Megalopa was gutes *seufz*


    Das künstliche Meerwasser war ein Schuß in den Ofen :whistling: Nach und nach sind die Larven eingegangen, irgendwas fehlt darin und wenn's die Kieselalgen sind.
    Verpilzt waren die Larven nicht.


    In dem Glas mit natürlichem Meerwasser schwimmen noch 16 Zoëa-Larven, denen geht's auch noch gut. Der Pilz hatte aber den Großteil der Larven dahingerafft ;(


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    Nach Rainers Idee mit der UV-C (daran hatte ich auch schon mal gedacht, aber Pilzsporen sollen recht schwer mit UV-C zu beseitigen sein), habe ich das jetzt mal umgesetzt.
    Ich habe noch eine kleine UV-C mit 5 Watt, an die habe ich eine kleine 100l/h-Pumpe drangefrickelt und die ganz runter geregelt. Das ganze wälzt knapp 10 Liter Meerwasser in einem 10-Liter-AQ um.
    Am letzten WE habe ich dann in Norddeich noch 3 tragende Weibchen gesucht, war nicht so leicht, auf den Buhnen leben zwar Unmengen der Hemigrapsus, aber tragende Mädels waren doch Mangelware. Nachdem ich gefühlt die ganze Buhne umgedreht hatte, hatte ich sie doch gefunden. Es ist Herbst... Strandkrabben mit Eiern sind schon seit 4 Wochen keine mehr zu finden.


    Zuhause habe ich die Mädels wieder dem fast-Süßwasserbad unterzogen, das hatten die anderen auch gut vertragen und wieder in eine Box mit ausgekochten Austernschalen in künstliches Meerwasser gesetzt. Die Austerschalen sind wichtig, damit sie sich verstecken können, sie sitzen sehr gerne in den leeren Schalen und oben drauf an der Luft (sind ja Uferkrabben, die brauchen Frischluft).


    Ich habe mit den Larven dann 2 neue Gläser gestartet. Eines mit purem UV-C-behandeltem natürlichen Meerwasser, das andere noch mit einem Zusatz von Erlenzapfensud (selbst hergestellt). Erlenzäpfchen wirken im Süßwasser fungizid, das macht man sich bei der Garnelenzucht auch zu nutze. Das Zeug knabbert zwar auch an der KH, aber ich dachte, Versuch macht kluch und habe einfach mal ein Glas damit versetzt. Das Wasser ist richtig schön bernsteinfarben :D


    Bisher konnte ich keine Pilzfädchen an toten Larven entdecken =O Gut, die Larven sind auch noch keine Woche alt...
    Komischerweise habe ich in dem Glas mit dem Erlenzapfensud fast null Ausfälle. Im Glas mit Meerwasser pur schon.


    Ich wechsele wie gehabt täglich das Wasser zu 99%, das letzte % brauche ich zum Umsetzen der Larven ^^


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    Eine Dame hatte ein paar Eier aussortiert gehabt, die habe ich wieder unters Mikroskop gepackt:
    New-Out99970-Pyramid-Weighted-Average[1,0,1].jpg
    Die Larve liegt hier auf dem Kopf und man erkennt den Schwanz sehr gut.


    New-Out99983-_Pyramid-Maximum-Contrast[1,0,1].jpg
    Die Larve liegt seitlich auf dem Rücken, der dunkel pigmentierte Schwanz ist um die Larve gebogen.


    New-Out99989-_Pyramid-Maximum-Contrast[1,0,1].jpg
    Der Pfeil zeigt auf das Herz der Larve, es pumpt ohne Unterlaß.


    Auf den letzen Fotos mit der größeren Vergrößerungsstufe hat man kaum was erkennen können, diesmal habe ich jeweils 10 Fotos mit unterschiedlicher Schärfeebene zusammenrechnen lassen mit einer insgesamt größeren Schärfentiefe (Deep Focus Fusion).


    PICT0625.jpg
    Hier mal ein paar mehr Eier auf der Aufnahme. Darunter sind auch recht viele nicht korrekt entwickelte Eier, ich denke, deswegen wurden sie aussortiert.


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    PICT0680.jpg
    Tote Larve aus Meerwasser pur, man kann am Schwanzfächer rechts ein paar klitzekleine Fädchen sehen, ist aber nichts gegen die voll umwachsenen Larven aus den vorherigen Versuchen.

    Meine 29 Megalopa sind tot, gekillt vom Futter. Ich hatte am Mittwoch zusätzlich mittags eine miniwinz Menge Vitellus dazugegeben und abends waren alle tot [Blockierte Grafik: http://ig-meeresaquaristik.de/wcf/images/smilies/crying.png] Ich hatte das ja auch schon an die Garnelen (Palaemon) verfüttert, ganz normal wie immer belüftet (wie bei den Garnelen auch), und zack alles hinüber [Blockierte Grafik: http://ig-meeresaquaristik.de/wcf/images/smilies/crying.png]


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    Bei den verbliebenen Gläsern geht's den Larven im natürlichen Meerwasser -trotz Pilz- am besten. Ich hatte hier pilzbedingt große Ausfälle, aber der Rest ist fit wie ein Turnschuh, beim sortieren sind sie sofort beim Licht.


    Am zweitbesten sind die Larven die im sehr niedrigkonzentrierten Salzwasser entlassen wurden, sie sind langsamer, aber immer noch gut. Sie sitzen immer noch im künstlichen Meerwasser.


    Die schlimmsten sind die Wurfgeschwister von denen im natürlichen Meerwasser, sie sind sehr langsam, es sind auch nicht mehr so viele am Leben. Diese Larven muß ich echt einzeln suchen, macht echt keinen Spaß. [Blockierte Grafik: http://ig-meeresaquaristik.de/wcf/images/smilies/fie.gif] Auch sie sitzen immer noch im künstlichen Meerwasser.


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    Morgen gucke ich mal, ob ich noch ein tragendes Weib in Norddeich auftreiben kann.
    Ein 10-Liter-AQ mit natürlichem Meerwasser hängt jetzt an meiner kleinen UV-C mit 5W, ich lasse das Wasser so langsam wie möglich durchlaufen, ich nutze eine kleine Pumpe mit 100 l/h, die ich auf das Minimum gedrosselt habe.
    Bei meiner Bakki-Blüte im Süßwasser hat das gut funktioniert.